


Regie: Claudia Bossar, Bea Schild. Algernon: Dominik Widmer. Jack: Jan Tschannen. Gwendolen: Caroline Stählin. Cécily: Anna Messmer. Miss Prism: Simone Gfeller. Dr. Chasuble: Lukas Meyer. Lane + Merriman: Florian Steiner. Lady Bracknell: Claudia Bossard. Licht, Technik: Simon Wyss. Plakat: Samuel Gubler. Filmische Einlage: Fabian Kuhn.
Ernst ist gar nicht Ernst sondern Jack. Doch eigentlich weiss er selbst nicht wer er ist. Als Baby in einer Gepäckaufbewahrung gefunden, bleibt seine Abstammung ein Rätsel. Und um dem ewigen Ernst des Alltags zu entwischen schafft sich Jack einen jüngeren Bruder und gibt sich in London als Ernst aus. Auch sein Freund Algernon hat sich einen imaginären dauerinvaliden Freund namens Bunbury erfunden, um von Zeit zu Zeit seinen Alltagsbürden zu entkommen.
Nun liebt aber Gwendolen Jack, weil er Ernst ist und Cécily liebt Algernon, weil er Ernst ist. Und weil in Sachen von großer Wichtigkeit Stil und nicht Aufrichtigkeit das Entscheidende ist, reden sich die beiden um Kopf und Kragen.
Reservation: bunbury2010@gmx.ch
Info: www.sub.unibe.ch/grp/best/

Regie: Katharina Vischer. Chorleitung: Aramea Müller. Band: Adrian Stähli (Piano) Nicolas Schlosser (E-Bass), Felix Vatter (Schlagzeug). Produktion: Musikschule Konservatorium Bern.

Es ist die Sehnsucht, die uns die Hitparaden-Listen rauf und runter jagt. Sehnsucht nach dem Geliebten, der Abwesenden, der Unerreichbaren, dem noch nicht erschienenen Traumprinzen. Oder aber die Sehnsucht nach dem noch nicht gelebten, ersehnten Leben. Stoff, für einen guten Theaterabend.
Der Chor besingt in zehn Popklassikern die eigene Befindlichkeit. Aus einer scheinbar missglückten Party entwickelt sich ein Muster von geheimen Wünschen, falsch verstandenen Botschaften und misslingenden Erklärungsversuchen. Doch wenn die Sprache versagt, tritt die Musik in den Vordergrund. Die Songs entfalten ihre Wirkung, die Stimmung wendet sich und schliesslich wirft sich der Chor befreit in den Abschluss-Song: Don’t stop me now!
Reservationen: Tel. 031 326 53 53 od.
office@konsibern.ch

Regie: Sarah-Maria Bürgin. Karaoke-DJ: Michal Romanczak. Mit Anna Krotoska, Andreas Sigrist, Dani Mangisch, Patricia Noçon, Nathan Prentice. Bühne: Jens Burde. Licht: Jürgen Schmid. Video, Visuals: Michael Egger. Kostüm: Olivia Estermann. Kamera: Sarah-Maria Bürgin, Nicholas Winter. Regieassistenz: Nico Grüninger. Bühnenassistenz, Fotos, Grafik: Nicholas Winter. Produktion: Michael Röhrenbach.

Die Figuren in Polands Polas versuchen zu kommunizieren, sich zu verstehen und verstanden zu werden. Die Brüchigkeit der Sprache öffnet Freiräume um nachzudenken und innezuhalten. In diesen Pausen und in diesen Zwischenräumen erzählt sich das, was die Figuren umtreibt: Sie sind Heimatlose auf der Suche nach sich selbst. Poland Polas ist ein Spiegel und Abbild der Schnelllebigkeit unserer Zeit. Die äussere Heimat nicht zu haben ist der Krieg, die innere Heimat nicht zu haben ist unsere heutige Zeit.

Mit der LuDi-Crew: Eveline Dietrich, Robert Stofer, Markus Schrag, Thomas Laube. Gäste: Shorty, Die Varietäter, Kling und Spring, Könu, die singende Kamera und Feige Feigen. Regie: Jost Krauer.
Die altbewährte LuDi-Crew spielt auf: Bestehen tut sie aus HFN, dem Moderator mit Weitblick, Realitätsparanoia und Altersauthismus, Magic Hene, der, statt sich um die Requisiten zu kümmern, sich selbst mit Zaubern bezaubert. Will Lee, der Art Director stellt erneut einen Klassiker vor, zur Weiterbildung des Publikums, das sogleich auch beim Wettbewerb getestet wird. Und die bezaubernde Cindy, Lehrtochter beim Lustigen Dienstag zur Freude des Publikums, zum Ärger ihrer drei Lehrmeister. Ausserdem ist uns bekannt, dass an besagter Show diverse Künstler auftreten wollen:
Shorty, ein Zauberer und sicherer Wert am LuDi, echte Konkurrenz zu Magic Hene. Die Varietäter, waren schon am LuDi 1 dabei. Kling und Spring, Akro und Musik. Könu, die singende Kamera und Feige Feigen.

Eine szenische Begegnung mit Texten und Bildern der Annemarie von Matt. Konzept / Regie: Lilian Naef, Idee / Spiel: Stine Durrer, Musik / Tonspur: Christian Brantschen, Ausstattung: Monika Kunz, Technik / Licht: Edith Szabo, Stimmen: Werner Blättler, Rosmarie Kayser, Marquart Kayser, Max Leuthold, Roger Niederberger, Ruedi Odermatt. Grafik: Anna Albisetti.
„Freue mich, wenn Ihr Einblick tun werdet, eines Tages in meine Unterwelt“, schrieb die Innerschweizer Künstlerin Annemarie von Matt. Dieser Aufforderung sind die Theaterschaffenden Stine Durrer und Lilian Naef gefolgt. In „Alleinsein ist immer zu kurz“ haben sie sich diesem aussergewöhnlichen Frauenleben angenähert. Entstanden ist eine Collage mit Texten von Annemarie von Matt und mit Berichten von Zeitgenossen, die mit den Grenzen zwischen Realität und Fiktion spielt.
Annemarie von Matt (1905 – 1967), doppelt begabt als Künstlerin und Schriftstellerin, feierte mit ihren Werken zwischen 1930 und 1943 grosse Erfolge. Sie arbeitete mit fast zwanghafter Hingabe und ohne Unterlass. Sie zeichnete, malte und schnitzte. Ausgeprägt war ihr Hang zur Freiheit, zur "Eigenrichtigkeit". In späteren Jahren zog sie sich immer mehr zurück und begann zu schreiben. Sie hinterliess Briefe, Gedichte und unzählige Sprüche von äusserster Originalität. Diese ungebändigte Kreativität, die beunruhigte, und die Künstlerin selber in tiefe Seelengründe zog, steht im Mittelpunkt dieses Stücks.

Musiktheater mit Eigenkompositionen und Arrangements von Liedern von Kurt Weil, Nina Hagen, David Bowie. Regie: Benoît Blampain. Gesang: Wanda Obertova, Trompete, Elektronik: Yannick Barman, Bassklarinette: Anne Gillot. Klarinette, Klavier: Benoît Moreau. Gitarre, Banjo, Trompete: Ariel Garcia. Komposition, Arrangement, Kontrabass: Dragos Tara. Schlagzeug: Luc Muller. Französische Texte: Nicolas Carrel. Kostüm: Roberto Baìza. Licht: Gaspar Pahud. Ton: Antoine Etter.
Klangkabarett beginnt mit Liedern aus der 30er Jahren. Dann verändern sich die Klangfarben der Elektronik. Die Worte werden zurückgedrängt und geben den Platz frei für Improvisation und karikaturhafte Tanznummern. Bis die alten Melodien schliesslich unermüdlich zurückkehren. Genau wie die Berliner Kabaretts der 30er Jahre, vermittelt Klangkabarett heute noch den Eindruck, des „zwischen zwei Welten Schwebens“. Zwischen Musik und Theater, Oper und Monsterkabinett, zwischen Wunderbarem und Hässlichem. Ein Spiel mit der Mehrdeutigkeiten der Figuren und Gefühle. Die schillernden Identitäten werden nicht endgültig geklärt.

Regie: Michael Oberer. Mit Julia Katharina Maurer, Marcus Signer. Musik: Omar Frau. Bühne: Giro Annen. Kostüm: Sibylle Hartmann. Grafik: Petra Siegrist. Produktion: Adrian Schild. Übersetzung: Heidrun Reshöft. Rechte bei S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main.
Cliff, der kernige Trucker, strandet wegen einer Panne in Philadelphia und
kauft sich dort bei Rose ein paar Schokoplätzchen. Rose wünscht sich gerade
einen Märchenprinzen herbei, der aus der Kälte in den Laden reinschneit- einen,
mit dem von dieser Sekunde an alles stimmt. Als Cliff mit seinen öligen Fingern
das Süssigkeitenglas beschmutzt und es ohne Aufforderung mit seinem Hemd wieder
sauber wischt, ist es um Rose geschehen. Doch was haben sich der pragmatische
Trucker und die verschrobene Süsswarenverkäuferin zu sagen?
Verschiedene Welten können aufeinanderprallen, und zwar in jeder Sekunde, an
jedem Ort. Unser Nachbar kann uns fremder sein, als eine Internetbekanntschaft
aus Taiwan. Zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, lernen
sich in kürzester Zeit kennen und konfrontieren sich mit Dingen, über die sie
es noch nie gewagt haben, zu sprechen. Ein Abend für Jung und Alt, für Liebende
und Liebesdurstige für Glückliche und Traurige, für Träumer und Realisten...
Offene Probe
Wir laden Sie herzlich ein zur offenen Probe mit
anschließender Möglichkeit für Fotos und Interviews mit dem Regisseur und /
oder den Schauspielern. Datum: Dienstag, den 13.4.2010 11:00-12:00 Ort: Güterstrasse
51, 3008 Bern (Bus 17 Richtung Könitz Weiermatt bis Loryplatz)
Reservation: 031 351 83 26 / tagtraeumer80@gmx.ch

Mit der LuDi-Crew: Eveline Dietrich, Robert Stofer, Markus Schrag, Thomas Laube. Gäste: Martin Kasper, Duo Lunatic, Bernie Rouch, Herr Huber Hotz u.a.m. Regie: Jost Krauer. Nun ist es soweit. Der letzte Dienstag der Saison, der lustig sein wird, steht vor der Tür. Was werden all die Leute, die jeweils schon lange vor halb neun im finsteren und gefürchteten Innenhof der Reitschule Schlange stehen, jeweils Dienstag Abends machen? Wo werden sich die zahlreichen Gastkünstler Applaus, Bewunderung und Aufmerksamkeit herholen? Und wie werden die Gastgeber, die Ludi-Crew, die tristen Zeiten überstehen? Doch noch ist es nicht soweit. Sie (und Sie) können sich freuen. Ein lustiger Abend steht noch bevor.

Regie: Hannah Steffen. Mit Anna Schinz, Nicole Steiner,
Kaspar Weiss, David Allers, Nicole Tobler, Jonas Rüegg. Bühne: Barbara Pfyffer.
Kostüm: Judith Steinmann. Musik: Marcel Vaid. Dramaturgie: Myriam Zdini.
Assistenz: Betti Just. Produktion: Friendly Fire Productions. Rechte: Rowohlt
Theater Verlag.
„Gross und klein“ ist eine Bestandsaufnahme unserer Gesellschaft,
gesehen durch die Augen der Protagonistin Lotte, die sich unnachgiebig auf
der Suche nach Anschluss und Nähe, auf einer Odyssee durchs eigene Land befindet.
In der Vielzahl ihrer Begegnungen zeichnet sich fortschreitend das Bild einer
Gesellschaft ab, deren gemeinsamer Sinn abhanden gekommen ist und deren Mitglieder
sich, im Versuch der eigenen Sinngebung immer weiter voneinander entfernen.
Lotte verletzt durch ihre unzeitgemässe Aufopferungsbereitschaft die ungeschriebenen
Gesetze einer Individualgesellschaft und entfernt sich auf einer Reise ohne
Rückkehr aus Ordnungssystemen, die ihr unverständlich geworden sind.
„Manchmal denke ich: Vielleicht ist etwas passiert, wovon ich
nichts weiss ...
Die Grenzen haben sich verschoben und ich sitze hier längst
in einem anderen Land.“